Wettbewerb: Stadteingang Slüterstraße

 

Das neue Petritor markiert selbstbewußt die Stelle des Eingangs in die Altstadt. An der Slüterstraße ist die historische Stadtbefestigung lückenhaft und erhält mit dem neuen Baukörperensemble die zeitgemäße Interpretation.

Das Petritor ist als Kraggebäude einseitig geerdet. Der Durchblick in beiderlei Richtungen, zur Petrikirche wie auch zur Holzhalbinsel, ist erlebbar, wobei damit auch die Einladung zur Durchschreitung des Tores vorweggenommen wird.

 

Im Süden bleibt die Stadtmauer mit Fuge auf Abstand. Im nördlichen Verlauf wird diebauliche Kante durch das neue Bürogebäude definiert. Die Parzellenstruktur wird erhalten; sie ist durch die Funktionstrennung Wohnen/Büro/Tor und deren Erscheinungsbild mit unterschiedlichen Backsteinsorten klar erkennbar. In Erinnerung an die Zeit des Schutzwalls wird auch die Petrischanze neu interpretiert und in das Konzept einbezogen. Auf der Freifläche vor dem Tor soll ein kleiner Platz, in Form einer historischen Bastion, den Raum für Ausblicke und Veranstaltungen schaffen.

 

In der Altstadtsilhoutte ist die Petrikirche weiterhin die Dominante. Die Koexistenz kann durch das Petritor erreicht werden, welches mit zeitgemäßen Mitteln den Lückenschluß ermöglicht.

Wettbewerb: Stadteingang Slüterstraße

 

Das neue Petritor überzeugt durch Eigenständigkeit und Materialität. Das Volumen ist dabei kompromisslos in seiner Geradlinigkeit und signalisiert die Solidität des Hauses in Verbindung mit dem Umfeld.

Die Wahl der Backsteine ist subtil abgestimmt auf die dominanten Nachbarn: die Kirche, die Stadtmauer, die alten Lagerhäuser an der Warnow und das gegenüberliegende EKZ der Holzhalbinsel.

 

Das Torhaus und der Bürokomplex werden von der Slüterstraße und der Freifläche durch ein gemeinsames Treppenhaus im Petritor erschlossen.
Im Torhaus befinden sich repräsentative Ausstellungs-, Veranstaltungs- sowie Beratungsräume.

Der Bürokomplex bietet Arbeitsplätze für 22 Mietarbeiter, wobei die Bürogrößen variabel festlegbar sind. Das Petritor und die Büronutzungen haben eine gemeinsame Küche im 2.OG.
Das Stadthaus hat eine separate Erschließung von der drei Wohnungen und der Innenhof zugänglich sind. Im Innenhof ist eine Spielfläche für Kleinkinder vorgesehen.
Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 2 bis 3 Zimmern.
Alle Nutzungen haben eine gemeinsame Tiefgarage, die Stellfläche für ihre PKWs, Fahrräder und weiter Flächen für Abstellräume, Technikräume bieten.